Georg Pütz

Präzisionsmodellbau und Fahrbetrieb

02245 / 3074

V 36 Umbau

Eine Zimmermann V 36 wird verfeinert.

Hier dokumentieren wir den Umbau der V 36

Aus einem Serienmodell von Zimmermann, welches auf allen Gleisanlagen
mannigfaltig gefahren wird, machen wir ein schönes, dem Vorbild
näher angelehntes und elektronisch geregeltes Fahrzeug.

Grundsätzlich ist das Modell solide und sauber von
Zimmermann hergestellt.
Dabei gefallen mir die schwarzen Schrauben
welche hier eingebaut wurden ganz besonders gut.

Aber wir möchten doch einiges zum Vorteil des Modells ändern.

Folgende Arbeiten stehen an:

Räder mit 12 Speichen wie beim Vorbild ersetzen, bisher 18 Speichen.
Die neuen Räder haben aufgeschrumpfte Stahlreifen für bessere Zugkraft.
Die Rückseite der Räder ist profiliert, ergibt filigraneres aussehen.
Der Kurbelradius der Stangen wird verringert von 64 mm auf 58 mm.
Deshalb werden auch die Blindwellenkurbeln erneuert.

Der el. Motor wird aus dem Führerhaus in Lokmitte verlegt
und dabei die Endgeschwindigkeit leicht reduziert.

Das Führerhaus wird neu anfertigt, mit 3 Türen zum öffnen,
neuem originalgestaltetem Dach, Inneneinrichtung und Verglasung.

Die Bedienelemente finden  im angehängten Steuerwagen Platz.
Die Wiederstandsregelung geht in den Müll, da unsere Elektronik diese ersetzt.
Die Fahrbatterien sind auch in diesem Wagen untergebracht.

Das Modell erhält Motorsound und Beleuchtung.
2 kleinere  Batterien bleiben in der Lok für Licht und Sound.
Durch Fahrbetrieb mit der neuen Elektronik kommt das
Motorgräusch besser zur Geltung.
Die Lok hat dann auch Lichtwechsel weiß - rot,
ebenso wird der Führestand innen beleuchet.

Die Lok erhält eine komplette Bremsanlage.

Die Pufferbohlen werden mit allen Bauteilen vervollständigt.
Die Steckdose für den Fahrstrom in beiden Pufferbohlen.
Somit kann das Modell vor und rückwärts am Zg laufen.

Alle Teile welche  unter den Umlauf gehören, werden  angebracht.

Die gesamte Lok wird gesandstrahlt, grundiert und neu lackiert.
 Dabei erhält das Lokgehäuse den altroten Bundesbahn Anstrich
So war das Original früher in Wuppertal beheimatet

Die Beschilderung wird dazu passend erneuert
 

Bilder vom jetzigen Bauzustand

Lagerbock der
Hauptbremswelle

Die Pufferbohle

Luftabsperrhähne, Führung
für Kuppelhaken und
Rangierergriffstangen
vervollständigen das Bild.
Der Zughaken ist neu.

Die Steckdose für den
Fahrstrom ist eingebaut.

Das Fahrgestell

Nach erfolgter Einzelteillackierung
einbau der Radsätze und
Anbau der Bremsanlage.
Die neuen Räder sind
nun auch auf den Achsen
aufgepreßt, die neuen
Antriebskurbeln befinden
sich an ihrem Platz.

Die Bremsanlage

li. die Hauptbremswelle.
Die Bremse für die letzte
Achse mit Gestänge

re. beide vorderen Radsätze
mit vollständigem
Ausgleichsgestänge

Beachte!
Das Modell liegt auf
dem Rücken

Bremsklotz mit
Hängeeisen

Jetzt kommt der Getriebeumbau an die Reihe

Es musste schon einiges überlegt werden und ein paar Versuche standen an.
Dann hatten wir ein Konzept, die Ideen wurden in die Tat umgesetzt und alles passte zusammen.
Das Ergebnis ist absolut brauchbar und gefällt selbst mir zur Zufriedenheit.

Hier ist  der Antriebsmotor aus dem Führerhaus entfernt und in den Motorraum der Lokomotive verlegt.
Somit verwirklichen wir eine schöne Inneneinrichtung im Führerhaus.
In der ersten  Antriebstufe haben wir eine 8 mm Kette verwendet, welche die Kräfte spielend schafft.
Die beiden,  vor dem Getriebe eingebauten Batterien,  kommen wieder an den alten Platz.
Somit wird auch die gleiche Zugkraft wie vor dem Umbau sichergestellt.

Soll mal einer sagen “geht nicht”. Jetzt ist der Motor da, wo er hingehört.
Nach kürzen der Antriebswellen ist genügend Raum vorhanden und nichts kommt an das Gehäuse.
Auch die Höhe ist innen ausreichend. Immerhin handelt es sich um den gleichen Motor,
der vorher bereits seit langer Zeit im Führerstand hauste und dort immer im Weg war.
Das Bild rechts zeigt schon den Lautsprecher an seinem Platz.
geht doch, oder????

Die Ausstattung unter dem Umlaufblech.

Bremszylinder der Lok
mit Bremshebel zum
Gestänge

Die bei den Wehrmachtsloks
üblichen Frostschutzanlagen
und der Kohlekasten
in dem die Vorräte waren

Führerhauseinstiegleiter
der rechten Seite

Einstiegleiter
und Werkzeugkasten
re. im Bild der Hilfsluftbehälter

Unter der rechten Lokseite befindet sich diese Apparatur,
deren genaue Funktion mir jetzt erklärt wurde. Es ist laut Angabe
die Steuerung der Sifa, welche bei Lokführerproblemen die
Bremse selbstständig auslöst. Am Modell jetzt vorhanden.

Bild links
Aufstieg linke Seite vorne

Bild rechts
Führerhaustreppe links

Einbau der Wurfhebelbremse ( Feststellbremse )

 Einbau des Getriebes und der
 Feststellbremse im Lokrahmen

Brems- Wurfhebel und Handrad
zur Geschwindigkeitsregulierung

Verbindungselemente
für die Feststellbremse

Das Führerhaus
Der Arbeitsplatz des Lokomotiv Führers

Dieses Teil entsprach nun ganz und gar nicht unseren Vorstellungen.
Also mußte ein Neubau angefertigt werden.

Alle Blechteile sind aus 2mm Stahlblech hergestellt und verschweißt.
Jetzt gibt es eine Inneneinrichtung.
Weil keine original V 36 zur Ansicht vorhanden war
wurde eine Spur 1 Lok als Vorlage genommen.

Das Gesamtergebnis ist eine gelungene Lösung, die Bilder zeigen es.